Geile Zeit (Song & Lyrics)

Geile Zeit (Song & Lyrics)

Geile Zeit ist ein nostalgischer Deutschrap-Song von Stahlwort über die 90er und frühen 2000er und über all die kleinen Dinge, die damals ganz normal wirkten und heute unbezahlbar geworden sind.

Freitag nach der Schule, Treffpunkt an der Tanke, sturmfreie Buden, erste Partys, Disco-Nächte, ICQ, Nokia, SMS, selbst eingetippte Klingeltöne und irgendwann der Führerschein und das erste eigene Auto. Es war eine Zeit voller Freiheit, Freundschaft, erster Liebe, großer Träume und Nächte, bei denen niemand daran dachte, dass sie irgendwann nur noch Erinnerung sein würden.

Geile Zeit erzählt nicht davon, dass früher alles besser war. Der Song erinnert vielmehr daran, wie sich Jugend damals angefühlt hat. Weniger geplant, weniger erreichbar, manchmal chaotisch, aber voller Leichtigkeit und Abenteuer.

Und vielleicht liegt genau darin die größte Nostalgie: Damals wussten wir noch nicht, dass wir gerade die Geschichten erleben, die wir zwanzig Jahre später immer noch erzählen würden.

Heute weiß man es.

Verdammt, es war ’ne geile Zeit.

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Lyrics

[Intro]
Damals wussten wir nicht,
dass wir gerade die Geschichten erleben,
die wir zwanzig Jahre später
immer noch erzählen würden.
Heute weiß ich:
Es war ’ne geile Zeit.

[Verse 1]
Freitag nach der Schule, Wochenende vor der Tür,
keiner wusste, was noch kommt, doch genau das liebten wir.
Abends Treffpunkt an der Tanke, jeder brachte irgendwas,
einer hatte zwanzig Euro, einer Bier und alle Spaß.

Irgendjemand kannte einen, der heute sturmfrei hat,
also liefen fünfzehn Leute entschlossen durch die Stadt.
Keine Gästeliste nötig, keine Planung, kein Konzept,
Dosenbier und laute Musik und die Party war perfekt.

Auf dem Balkon erste Kippe, auch wenn keiner richtig rauchte,
weil man mit sechzehn solche Dinge zum cool sein eben brauchte.
Zuviel Gel in den Haaren und das Parfüm viel zu stark,
doch die Nacht gehörte uns, verdammt das war unsere Art.

[Chorus]
Wir waren jung, wir waren frei und die Welt war uns zu klein,
wir machten jede Nacht zum Tag, glaubten unsterblich zu sein.
Mit dem Herzen voller Träume und dem Hauch von Ewigkeit,
war das Leben ein Abenteuer, voller Hoffnung, Leichtigkeit.

All die Jahre hinterließen ihre Spuren und Geschichten,
doch auch die Zeit kann diese Bilder niemals ganz vernichten.
Wir fuhren ohne Ziel durch die Nächte, meilenweit,
wenn ich heute daran denke, verdammt, es war ’ne geile Zeit.

[Verse 2]
Vor der Disco lange Schlange, Türsteher mustert dein Gesicht,
achtzehn war’n wir offiziell natürlich alle noch nicht.
Stempel auf der Hand verschwommen, Bass kam dumpf durch jede Wand,
drinnen klebte schon der Boden, doch für uns war’s Disneyland.

Nebenan die Mädelsgruppe, jeder wollte Eindruck machen,
wir zogen enge Kreise, sie fingen an zu lachen.
Wer sie kennenlernen wollte, musste selber zu ihr geh’n,
kein Handy half dir weiter, du musstest vor ihr steh’n.

Draußen irgendwann am Morgen noch ein Döner auf die Hand,
irgendwer verlor sein Kleingeld, irgendwer seinen Verstand,
irgendwer erzählte dreimal, wen er heute hat küsst,
doch am Morgen war die Hälfte davon anders, als sie ist.

[Chorus]
Wir waren jung, wir waren frei und die Welt war uns zu klein,
wir machten jede Nacht zum Tag, glaubten unsterblich zu sein.
Mit dem Herzen voller Träume und dem Hauch von Ewigkeit,
war das Leben ein Abenteuer, voller Hoffnung, Leichtigkeit.

All die Jahre hinterließen ihre Spuren und Geschichten,
doch auch die Zeit kann diese Bilder niemals ganz vernichten.
Wir fuhren ohne Ziel durch die Nächte, meilenweit,
wenn ich heute daran denke, verdammt, es war ’ne geile Zeit.

[Verse 3]
Statuszeilen voller Lyrics, jeder wusste, wer gemeint,
ein trauriger Smiley zeigte, dass heut irgendjemand weint.
Keine Story für die Masse, eher Botschaften versteckt,
damit genau die eine Person irgendwann den Hinweis checkt.

Nokia Display, grünes Leuchten, Tasten irgendwann ganz glatt,
SMS kostete Geld, weshalb man sich kurz gehalten hat.
Jedes Zeichen durchgerechnet, trotzdem passte es niemals,
also „H, D, L“ ans Ende und das reichte uns damals.

Klingelton selbst eingetippt, bis die Melodie entstand,
polyphon war irgendwann der allerneueste Stand.
Jamba Werbung nachts im Fernsehen, Sparabo zu spät erkannt,
und der Frosch war irgendwann im ganzen Land bekannt.

[Chorus]
Wir waren jung, wir waren frei und die Welt war uns zu klein,
wir machten jede Nacht zum Tag, glaubten unsterblich zu sein.
Mit dem Herzen voller Träume und dem Hauch von Ewigkeit,
war das Leben ein Abenteuer, voller Hoffnung, Leichtigkeit.

All die Jahre hinterließen ihre Spuren und Geschichten,
doch auch die Zeit kann diese Bilder niemals ganz vernichten.
Wir fuhren ohne Ziel durch die Nächte, meilenweit,
wenn ich heute daran denke, verdammt, es war ’ne geile Zeit.

[Verse 4]
Dann den Führerschein bestanden, endlich Schlüssel in der Hand,
erstes Auto nichts besonders, doch erschloss uns neues Land.
Hunderttausend Kilometer und der Schweller voller Rost,
doch der Wagen roch nach Freiheit und die Freiheit war umsonst.

Mit vier Mann in der Karre, Fenster runter, Musik laut,
durch die Nacht bis früh am Morgen, keiner hat auf Zeit geschaut.
Für eins dreißig Sprit getankt, dann ging es wieder los,
und mit jedem Kilometer fühlten wir uns grenzenlos.

Heute weiß ich, diese Nächte kommen niemals mehr zurück,
doch damals war das alles unser ganz normales Glück.
Wir dachten nie an später, waren jederzeit bereit,
erst heute weiß ich wirklich: Das war eine geile Zeit.

[Chorus]
Wir waren jung, wir waren frei und die Welt war uns zu klein,
wir machten jede Nacht zum Tag, glaubten unsterblich zu sein.
Mit dem Herzen voller Träume und dem Hauch von Ewigkeit,
war das Leben ein Abenteuer, voller Hoffnung, Leichtigkeit.

All die Jahre hinterließen ihre Spuren und Geschichten,
doch auch die Zeit kann diese Bilder niemals ganz vernichten.
Wir fuhren ohne Ziel durch die Nächte, meilenweit,
wenn ich heute daran denke, verdammt, es war ’ne geile Zeit.

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