Fast 40 (Song & Lyrics)
Fast 40 ist ein emotionaler und nostalgischer Deutschrap über das Älterwerden, die eigene Jugend und die Frage, wie schnell fast vier Jahrzehnte Leben eigentlich vergangen sind.
Der Song blickt zurück auf Freunde, erste Liebe, Partynächte, Fehler und Erinnerungen, nimmt aber auch die kleinen Begleiterscheinungen des Älterwerdens mit Humor: Bauchansatz, weniger Haare, grauer Bart und ein Körper, der mit fast 40 nicht mehr alles ganz so selbstverständlich mitmacht wie früher.
Gleichzeitig geht es um Familie, Kinder, älter werdende Eltern und die Erkenntnis, dass Zeit nicht unendlich ist. Am Ende steht jedoch keine Midlife Crisis, sondern Dankbarkeit für das bisherige Leben und der Blick nach vorn.
Fast 40 ist ein persönlicher Song über Erinnerungen, Vergänglichkeit, Familie und das gute Gefühl, mit sich selbst immer mehr im Reinen zu sein.
Auf die nächsten 40 Jahre.
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Lyrics
[Intro]
Fast vierzig …
Alter, wann ist das denn passiert?
Ich schwör, gestern war ich achtzehn.
Und irgendwie dachte ich immer,
vierzig sind die andern.
[Verse 1]
Fast vierzig Jahre und ich frag mich, wo sie sind,
denn manchmal seh ich immer noch dasselbe Kind.
Ich seh mich mit Freunden durch die Straßen zieh'n,
hätte nie geglaubt, wie schnell die besten Jahre flieh'n.
Ich seh mich mit dreizehn mit den Jungs auf den Straßen,
die Bushaltestelle an der wir bis abends saßen.
Kein Navi in der Tasche, keine Nachricht jede Stunde,
wenn die Laternen angingen, begann die letzte Runde.
Dann sechzehn, siebzehn, achtzehn, endlich groß, endlich frei,
ich dachte mit Vierzig, ist mein Leben längst vorbei.
Menschen über dreißig waren für mich schon Senioren,
heute steh ich vor dem Spiegel und betrachte meine Poren.
Der erste Kuss, das erste Auto, erster Suff und erster Streit,
erste Liebe, erste Trennung, erste Narbe, gib mir Zeit.
Aus „irgendwann mal später“ wurde plötzlich „lang ist's her“,
und aus einem ganzen Leben werden Bilder mehr und mehr.
[Chorus]
Fast vierzig bitte sag mir, wo ist nur die Zeit?
Gestern war ich jung, heute ist es schon so weit.
Fast vierzig doch ich fühl mich immer noch wie ich,
nur der Spiegel jeden Morgen sieht das offenbar nicht.
Fast vierzig, bisschen Bauch und etwas weniger Haar,
doch im Kopf noch fast derselbe wie ich damals war.
Wenn noch einmal vierzig Jahre vor mir liegen und vergeh'n,
will ich irgendwann mit achtzig sagen: „Junge, war das schön.“
[Verse 2]
Mein Körper schickt inzwischen erste höfliche Beschwerden,
Dinge, die mit zwanzig gingen, wollen abgewogen werden.
Früher sprang ich aus dem Bett und war sofort auf hundertzehn,
heute brauch ich zwei Minuten, um überhaupt grade zu steh'n.
Und mein Bauch war irgendwann plötzlich dauerhaft zu Gast,
keine Ahnung, wer ihn einlud, doch der Typ macht keine Rast.
Auf dem Kopf wird's langsam kahl, dafür wächst es überall,
Rücken, Ohren, Schulter, evolutionärer Ausfall.
Früher war ein graues Haar eine echte Sensation,
heute such ich noch nach dunklen, Perspektiv Korrektion.
Und wenn ich vom Sofa aufsteh, höre ich ein lautes Knacken,
ich erschrecke mich und denke: „Kam das grad aus meinem Nacken?“
Doch irgendwie ist's lustig, denn im Kopf bin ich noch jung,
bis ich Treppen steigen muss, denn dann endet die Täuschung.
Ich mecker über Preise, über Lärm und einen Trend,
das Alter kommt nicht plötzlich, doch dafür permanent.
[Chorus]
Fast vierzig bitte sag mir, wo ist nur die Zeit?
Gestern war ich jung, heute ist es schon so weit.
Fast vierzig doch ich fühl mich immer noch wie ich,
nur der Spiegel jeden Morgen sieht das offenbar nicht.
Fast vierzig, bisschen Bauch und etwas weniger Haar,
doch im Kopf noch fast derselbe wie ich damals war.
Wenn noch einmal vierzig Jahre vor mir liegen und vergeh'n,
will ich irgendwann mit achtzig sagen: „Junge, war das schön.“
[Verse 3]
Doch hinter all den Witzen steckt inzwischen auch Verstehen,
denn ich hab genug erlebt, um manches anders anzusehen.
Menschen kamen in mein Leben, manche gingen ohne Grund,
manche Wunden sind verheilt, andere bleiben tief und wund.
Ich hab Nächte durchgefeiert, hab verloren und gewonnen,
hab gezweifelt, aufgegeben und dann wieder neu begonnen.
Hab Entscheidungen getroffen, die ich heute anders seh,
doch vielleicht wär ich nicht ich, wenn ich nicht durch Fehler geh.
Ich hab Menschen unterschätzt, manchen falschen Freund verteidigt,
hab verletzt und wurde selbst von anderen oft beleidigt.
Ich hab Türen zugeschlagen, andere viel zu lang bewacht,
hab mir Sorgen um den Morgen schon um Mitternacht gemacht.
Irgendwann siehst du die Welt mit einem andern Blick,
deine Eltern werden älter und die Zeit kehrt nicht zurück.
Denn Zeit ist kein Konto mit endlosem Kredit,
jeder Tag ist ein Geschenk und jeder Morgen nimmt was mit.
[Chorus]
Fast vierzig bitte sag mir, wo ist nur die Zeit?
Gestern war ich jung, heute ist es schon so weit.
Fast vierzig doch ich fühl mich immer noch wie ich,
nur der Spiegel jeden Morgen sieht das offenbar nicht.
Fast vierzig, bisschen Bauch und etwas weniger Haar,
doch im Kopf noch fast derselbe wie ich damals war.
Wenn noch einmal vierzig Jahre vor mir liegen und vergeh'n,
will ich irgendwann mit achtzig sagen: „Junge, war das schön.“
[Verse 4]
Fast vierzig und ich denke an die Menschen neben mir,
an Familie, meine Kinder, an mein Heute, an mein Hier.
Früher wollte ich vor allem irgendwann bedeutend sein,
heute weiß ich, wahres Glück passt in einen Raum hinein.
Es sind Stimmen aus der Küche, das Lachen nebenan,
eine Autofahrt am Abend, bei der ich schweigen kann.
Es sind diese kleinen Dinge, die man damals übersieht,
bis man irgendwann versteht, dass darin das Leben liegt.
Meine Kinder werden größer, viel zu schnell für meinen Kopf,
eben hielt ich sie im Arm, heute reich'n sie zum Knopf.
Und ich weiß, irgendwann sind sie selbst einmal so weit,
denken mit fast vierzig: „Wo ist nur die Zeit?“
Vielleicht erzählen sie Geschichten über mich aus alter Zeit,
über Papa, seine Sprüche und die ewige Sturheit.
Und wenn dieses halbe Leben wirklich schon hinter mir liegt,
dann seh ich kein Problem, ich sehe jeden kleinen Sieg.
[Chorus]
Fast vierzig bitte sag mir, wo ist nur die Zeit?
Gestern war ich jung, heute ist es schon so weit.
Fast vierzig doch ich fühl mich immer noch wie ich,
nur der Spiegel jeden Morgen sieht das offenbar nicht.
Fast vierzig, bisschen Bauch und etwas weniger Haar,
doch im Kopf noch fast derselbe wie ich damals war.
Wenn noch einmal vierzig Jahre vor mir liegen und vergeh'n,
will ich irgendwann mit achtzig sagen: „Junge, war das schön.“
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