Zeit (Song & Lyrics)

Zeit (Song & Lyrics)

Mit „Zeit“ liefert Stahlwort einen der persönlichsten und zugleich universellsten Songs seines bisherigen Deutschrap-Katalogs.

Der Track ist eine eindringliche Erinnerung daran, dass Zeit die einzige Währung ist, die wir niemals zurückbekommen. Während wir rennen, planen, kämpfen und uns selbst ins Rampenlicht stellen, läuft sie unaufhaltsam weiter. Sekunden werden zu Erinnerungen. Namen verblassen. Momente verschwinden.

Zwischen epischen Klangflächen und klarer, reflektierter HipHop-Lyrik zeichnet Stahlwort das Bild eines Menschen, der begreift, dass Erfolg, Status und Stolz keine Bedeutung haben, wenn am Ende nur die Frage bleibt, wie man seine Zeit genutzt hat. Der Song verbindet cineastische Atmosphäre mit ehrlicher Selbstreflexion und stellt unbequeme Wahrheiten in den Raum: Ein Menschenleben ist nur ein Wimpernschlag im großen Ganzen – und genau deshalb unendlich wertvoll.

„Zeit“ ist kein Song für nebenbei. Es ist ein Moment des Innehaltens. Eine Mahnung, die Sekunden bewusst zu leben, Beziehungen zu pflegen und das Ego nicht über das Wesentliche zu stellen.

Denn am Ende zählt nicht, wie laut der Applaus war – sondern mit wem man die Zeit geteilt hat.

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Lyrics

[Intro]
Zeit…
Sie läuft.
Sie wartet auf niemanden.
Und während du atmest…
verschwindet sie.

[Verse 1]
Tickende Zeiger im Dunkeln der Nacht,
hab viel verloren, zu spät nachgedacht.
Immer gerannt, doch wohin war das Ziel?
Hab alles gewollt, doch verpasst viel zu viel.

Wir jagen Träumen hinterher wie Staub im Wind,
vergessen, dass wir nur für einen Augenblick sind.
Dein Name wird verblassen wie Kreide auf Beton,
die Zeit läuft weiter, unaufhaltsam davon.

Zeit frisst Jugend, frisst Gesichter, sie klaut,
schreibt Falten in die Haut, macht uns ausgelaugt.
Gestern war ich noch ein Junge mit großen Visionen,
heut sehe ich Fotos und such verlorene Emotionen.

Du kannst sie nicht berühren, speichern oder dreh’n,
kein Knopf bringt dich zurück zum „damals war’s schön“.
Jeder Moment ist nur einmal – ein Geschenk auf Zeit,
doch wir merken es erst, wenn er für immer schweigt.

[Chorus]
Zeit, sie läuft und sie bleibt niemals steh’n,
wir seh’n sie kommen und weitergeh’n.
Doch wir halten sie nie fest in der Hand,
sie zerfällt uns zu Staub wie verrinnender Sand.

Zeit, sie ist alles, was wirklich bleibt,
keine Macht dieser Welt, die ihr Uhrwerk zerreißt.
Also lebe im Jetzt, bevor es zerfällt,
denn Zeit ist die wertvollste Währung der Welt.

[Verse 2]
Du sitzt am Handy, scrollst durch fremdes Leben,
während deine Tage leise von dir schweben.
Morgen, sagst du, morgen fang ich an,
doch morgen ist nur Hoffnung, die heute fesseln kann.

Wie viele Sonnenuntergänge hast du nie geseh’n?
Wie viele Worte blieben unausgesprochen steh’n?
Wie oft hast du gedacht „Dafür hab ich noch Zeit“,
doch Zeit ist wie ein stiller Dieb in der Dunkelheit.

Sie nimmt dir deine Eltern, nimmt dir deine Freunde,
nimmt den Menschen den du liebst, nimmt deine Freude.
Und plötzlich stehst du da mit Tränen im Gesicht,
erst dann verstehst du: Zeit kommt nicht zurück.

Genieß jede Sekunde mit denen, die du liebst,
halte sie fest, bevor du sie nie mehr siehst.
Denn wenn du auf dem Sterbebett die Augen schließt,
zählst du die Stunden, die du mit ihnen genießt.

[Chorus]
Zeit, sie läuft und sie bleibt niemals steh’n,
wir seh’n sie kommen und weitergeh’n.
Doch wir halten sie nie fest in der Hand,
sie zerfällt uns zu Staub wie verrinnender Sand.

Zeit, sie ist alles, was wirklich bleibt,
keine Macht dieser Welt, die ihr Uhrwerk zerreißt.
Also lebe im jetzt, bevor es zerfällt,
denn Zeit ist die wertvollste Währung der Welt.

[Verse 3]
Ein Menschenleben, nur ein Wimpernschlag im All,
ein Staubkorn im Universum, kaum hörbar sein Schall.
Du nimmst dich zu wichtig, stellst dich ins Rampenlicht,
doch in hundert Jahren erinnert sich keiner an dich.

Grabsteine erzählen von verpasster Zeit,
von Herzen, die spät merkten, was wirklich bleibt.
Karriere, Status, Nummern auf Papier,
wertlos, wenn keiner sagt: „Ich vermiss dich hier.“

Zeit nagt an dir wie Rost an kaltem Stahl,
sie formt und bricht dich, jeden einzelnen Tag.
Du kämpfst gegen sie, doch verlierst diesen Krieg,
weil niemand jemals über Sekunden siegt.

Also hör auf zu hassen wegen Kleinigkeiten,
das Leben ist zu kurz für Streitigkeiten.
Sag deinem Bruder, dass du stolz auf ihn bist,
sag deiner Mutter, dass sie alles für dich ist.

[Chorus]
Zeit, sie läuft und sie bleibt niemals steh’n,
wir seh’n sie kommen und weitergeh’n.
Doch wir halten sie nie fest in der Hand,
sie zerfällt uns zu Staub wie verrinnender Sand.

Zeit, sie ist alles, was wirklich bleibt,
keine Macht dieser Welt, die ihr Uhrwerk zerreißt.
Also lebe im jetzt, bevor es zerfällt,
denn Zeit ist die wertvollste Währung der Welt.

[Verse 4]
Wenn du da liegst und dein Atem wird schwer,
hörst du das Ticken der Uhr noch viel mehr.
Du würdest alles geben für eine weitere Stunde,
für ein letztes Gespräch, für nur eine Sekunde.

Kein Geld dieser Welt kauft dir Zeit zurück,
kein Titel, kein Ruhm, kein irdisches Glück.
Du tauschst jeden Erfolg, jedes Gold dieser Welt,
gegen Sekunden zurück, die man nicht mehr erhält.

Wir leben bis wir sterben, vielleicht geht es weiter,
dieses Leben hier bleibt ein kurzer Begleiter.
Dieser Moment jetzt kommt nie mehr zurück,
er bleibt einzigartig, dein persönliches Glück.

Also nimm dich selbst nicht so wichtig,
das Leben ist kurz, genieße es richtig.
Denn was bleibt, sind Sekunden voller Licht,
wenn du sie teilst, dann vergisst man dich nicht.

[Chorus]
Zeit, sie läuft und sie bleibt niemals steh’n,
wir seh’n sie kommen und weitergeh’n.
Doch wir halten sie nie fest in der Hand,
sie zerfällt uns zu Staub wie verrinnender Sand.

Zeit, sie ist alles, was wirklich bleibt,
keine Macht dieser Welt, die ihr Uhrwerk zerreißt.
Also lebe im jetzt, bevor es zerfällt,
denn Zeit ist die wertvollste Währung der Welt.

[Outro]
In hundert Jahren…
weiß keiner mehr, wer wir waren.
Aber heute,
haben wir noch Zeit.
Die Frage ist nur:
Was machst du damit?

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