Wenn ich nicht mehr da bin (Song & Lyrics)

Wenn ich nicht mehr da bin (Song & Lyrics)

„Wenn ich nicht mehr da bin“ ist ein zutiefst emotionaler Deutschrap-Song von Stahlwort, der die Geschichte eines Vaters erzählt, der auf sein Leben zurückblickt – auf Opfer, Fehler, Liebe und die stille Hoffnung, verstanden zu werden. In einer Mischung aus nostalgischem Deutschrap und ruhiger Rap-Ballade entfaltet sich ein bewegendes Bild von Familie, Zeit und der schmerzhaften Distanz zwischen Vater und Tochter.

Der Song lebt von seiner Ehrlichkeit und der intensiven Atmosphäre. Zwischen Erinnerungen an gemeinsame Momente und der Realität der Einsamkeit entsteht ein Spannungsfeld, das viele kennen: das Gefühl, alles gegeben zu haben – und am Ende doch alleine zu sein. Stahlwort verbindet dabei tiefgründige Texte mit melancholischen Klängen und schafft so einen Deutschrap-Track, der unter die Haut geht.

„Wenn ich nicht mehr da bin“ steht für das, was Stahlwort ausmacht: emotionaler, nostalgischer Deutschrap mit Bedeutung. Ein Song über Vaterliebe, verpasste Chancen und die Erkenntnis, dass Zeit endlich ist – und dass die wichtigsten Worte oft unausgesprochen bleiben.

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Lyrics

[Verse 1]
Du lachst mit der Welt, doch für mich keine Zeit,
ich seh dich nur online, nie in Wirklichkeit.
Ich scroll durch Bilder, du als Kind auf meinem Arm,
heut ist alles anders, alles kalt nichts mehr warm.

Ich hab geschuftet, jede Schicht, mich vergessen,
hab dir Wege gebaut, du hast andere Interessen.
Für dich alles selbstverständlich, was ich dir gegeben hab,
doch mein ganzes Leben, nur für dich gelebt, verdammt.

90 Tage keinen Anruf, nicht mal ne Nachricht von dir,
bin ich für dich nicht mehr als ein Name auf Papier?
Ich sitz allein und hör das ticken an der Wand,
lange Sekunden, doch du rufst nicht mal an.

[Chorus]
Wenn ich nicht mehr da bin, wirst du mich vermissen,
jede ungeschriebene Nachricht, ein Kampf mit deim Gewissen.
Wenn ich nicht mehr bin, hör meine Stimme im Wind,
doch zum Antworten zu spät, weil wir verloren gegangen sind.

Wenn ich nicht mehr da bin, suchst du nach meinem Rat,
doch ich bin nicht mehr da, der dir sagt, was richtig war.
Wenn ich nicht mehr da bin, sagst du „ich lieb dich“,
doch liebe zeigt sich, solange der, den du liebst, noch lebt.

[Verse 2]
Ich war niemals perfekt, ich war laut, ich war streng,
doch nie von dir gegangen, ich ließ dich niemals häng’n.
Ich fing dich auf und hab dich wieder hochgezogen,
hab dir beigebracht zu kämpfen und dich niemals belogen.

Ich hab draußen gefroren, damit du warm schlafen kannst,
meine Träume begraben, damit du durchs Leben tanzt.
Meine Hände voller Narben, jede für uns getragen,
heut sitz ich hier alleine und stell mir tausend Fragen.

Als ich schwer krank war, hast du es nicht bemerkt,
als ich sehr schwach war, niemand da, der mich stärkt.
Ich habe nur gewartet auf ein „Hallo“, "Alles gut?",
doch was ich bekam, war nur Stille, nicht mal Wut.

[Chorus]
Wenn ich nicht mehr da bin, wirst du mich vermissen,
jede ungeschriebene Nachricht, ein Kampf mit deim Gewissen.
Wenn ich nicht mehr bin, hör meine Stimme im Wind,
doch zum Antworten zu spät, weil wir verloren gegangen sind.

Wenn ich nicht mehr da bin, suchst du nach meinem Rat,
doch ich bin nicht mehr da, der dir sagt, was richtig war.
Wenn ich nicht mehr da bin, sagst du „ich lieb dich“,
doch liebe zeigt sich, solange der, den du liebst, noch lebt.

[Verse 3]
Du läufst an dem vorbei, was ich dir aufgebaut hab,
als wär’s nichts mehr wert, ich war’s der dich getragen hat.
Hab dir Türen geöffnet, du hast sie fest zugeschlagen,
und ich steh draußen im Regen, ohne irgendwas zu sagen.

Ich wollt nie viel, nur ein bisschen deiner Zeit,
keine Geschenke, nur ein paar Momente ohne Streit.
Du rennst durch dein Leben, immer weiter, immer schneller,
und ich werd langsam leiser, immer müder, immer schwächer.

Ich frag mich oft, ob du mich überhaupt noch siehst,
nur eine Erinnerung, die irgendwann völlig versiegt.
Ich gab dir alles, ohne je was zu verlangen,
doch es scheint so, als wäre deine Liebe schon vergangen.

[Chorus]
Wenn ich nicht mehr da bin, wirst du mich vermissen,
jede ungeschriebene Nachricht, ein Kampf mit deim Gewissen.
Wenn ich nicht mehr bin, hör meine Stimme im Wind,
doch zum Antworten zu spät, weil wir verloren gegangen sind.

Wenn ich nicht mehr da bin, suchst du nach meinem Rat,
doch ich bin nicht mehr da, der dir sagt, was richtig war.
Wenn ich nicht mehr da bin, sagst du „ich lieb dich“,
doch liebe zeigt sich, solange der, den du liebst, noch lebt.

[Verse 4]
Ich sitze hier im Dunkeln, nur Gedanken als Begleiter,
zähl die Tage ohne dich, denn ich komme nicht mehr weiter.
Wollte nur dein Vater sein, nicht perfekt aber echt,
doch vielleicht war selbst das für dich irgendwann zu schlecht.

Ich würd alles wiederholen, jeden Fehler, jeden Schmerz,
nur um einmal noch zu hören: „Papa, du fehlst mir so sehr.“
Doch stattdessen bleibt nur Schweigen zwischen uns zwei stehen,
kein Ohr mehr für deinen Vater, hilf mir das zu verstehen.

Ich werd nicht ewig hier sein, das weißt du ganz genau,
du hälst mich für unzerstörbar, doch ich bin schon alt und grau.
Wenn ich geh, dann geh ich still, ohne tobenden Applaus,
und wenn du nach Hause kommst, stehst du alleine in meinem Haus.

[Chorus]
Wenn ich nicht mehr da bin, wirst du mich vermissen,
jede ungeschriebene Nachricht, ein Kampf mit deim Gewissen.
Wenn ich nicht mehr bin, hör meine Stimme im Wind,
doch zum Antworten zu spät, weil wir verloren gegangen sind.

Wenn ich nicht mehr da bin, suchst du nach meinem Rat,
doch ich bin nicht mehr da, der dir sagt, was richtig war.
Wenn ich nicht mehr da bin, sagst du „ich lieb dich“,
doch liebe zeigt sich, solange der, den du liebst, noch lebt.

[Outro]
Wenn ich nicht mehr da bin, denkst du dann an mich?
Oder bin ich ein Kapitel, das du einfach so vergisst?
Ich war immer hier auch wenn du mich nicht mehr siehst,
bald bin ich weg und dann hörst du dieses Lied.

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