Mutter. Vater. (Song & Lyrics)

Mutter. Vater. (Song & Lyrics)

„Mutter. Vater.“ ist einer der persönlichsten Songs von Stahlwort – ein tiefgehender Tribut an zwei Menschen, die getragen, geschützt, ermutigt und geprägt haben. Der Track erzählt von Alltagshelden, die ihre Lasten still getragen haben, während sie Liebe, Stärke und Werte an die nächste Generation weitergaben.
Es ist ein Lied über Nächte voller Sorge, über Fiebertee, Arbeitsjahre, Rückgrat im Sturm, über Streit und Versöhnung, über Opfer, die nie erwähnt, aber jeden Tag gefühlt wurden.
Ein musikalischer Dank an die Eltern, die aus Fehlern Mut gemacht haben – und deren Herzschlag bis heute in jedem Schritt mitschwingt.

Der Song auf YouTube

Lyrics

[Intro]
Ihr habt mir das Leben geschenkt
mir gezeigt, wie man steht, wenn es bebt.
Cornflakes in der Küche, leise Schritte vorm Bus,
Brotdose, Stundenplan, ein „Komm, du schaffst das“–Kuss.
Ich war zu klein, um meine Lasten bei euch abzuladen,
doch groß genug, um zu sehen, wie ihr sie trugt – ohne zu klagen.
Mutter, Vater – dies ist mehr als nur ein Lied,
jeder Takt ist euer Herzschlag, der durch meine Adern zieht.

[Verse 1]
Mutter, du warst meine Ruhe, wenn die Welt zu laut war,
hast mir Fiebertee gekocht – deine Liebe war spürbar.
Täglich Diktate am Tisch, Tränen aufs karierte Blatt,
ein Fehler und von vorn – auch wenn’s in mir gebrannt hat.
Ich hielt den Stift wie’n Schwert, schrieb Zeile um Zeile,
du sagtest: „Glaub an dich“, Erfolg dauert eine Weile.
Du nähtest meine Jeans, wenn die Knie wieder offen waren,
mich dick eingepackt im Winter, beschützt vor allen Gefahren.
Gekocht nach langen Schichten, Teller Liebe, ehrlich und echt,
gesund, damit ich wachse – und heute seh ich: du hattest Recht.
Zwei Kinder, Haushalt, Job – und trotzdem nie zerbrochen,
du hast ein Lächeln getragen, auch wenn Tränen heimlich flossen.

[Chorus]
Mutter, deine Hände – sie trugen mich durch die Nacht,
Vater, deine Augen – haben über uns gewacht.
Ihr habt mir gezeigt, wie man fällt und wieder steht,
seid der Anker, der mich hält, wenn der Sturm wieder weht.
Was ihr gegeben habt, hat aus Tränen Kraft gemacht,
ich trag euch in mir, jeden Schritt, jede Schlacht.

[Verse 2]
Vater, du warst mein Fundament, Beton im kalten Regen,
Hände voller Arbeit, doch in deinem Blick lag Segen.
Laut in den Momenten, wo die Wahrheit dröhnen muss,
aber niemals ungerecht – dein Urteil ohne Frust.
Im Schwimmbad, ich klammerte – Wasser zog an mir schwer,
du sagtest: „Schwimm, ich bin da“ – und ich sank nicht mehr.
Du hast geschuftet jeden Tag, damit uns nichts fehlt,
Woche für Woche weiter – dein Rückgrat längst gequält.
Du gingst nicht weg, als die Stürme aufzogen,
hast mit Mutter gestritten, doch am Ende glätteten sich die Wogen.
Ihr habt bewiesen: Liebe ist Arbeit – kein Spiel, kein Mist,
ein Pakt aus einem Versprechen, das niemals vergisst.

[Chorus]
Mutter, deine Hände – sie trugen mich durch die Nacht,
Vater, deine Augen – haben über uns gewacht.
Ihr habt mir gezeigt, wie man fällt und wieder steht,
seid der Anker, der mich hält, wenn der Sturm wieder weht.
Was ihr gegeben habt, hat aus Tränen Kraft gemacht,
ich trag euch in mir, jeden Schritt, jede Schlacht.

[Verse 3]
Wir saßen an Sonntagen alle eng um den Tisch,
Brötchen, Geschichten, die Zeitung druckfrisch.
Zwischen Lachen und Schweigen lag so viel Vertrauen,
ein Fundament, ein Haus, auf dem wir Werte aufbauen.
Ich hab gestaunt, wie ihr Lasten geteilt habt zu zweit,
wie man fällt, aufsteht – und dann wieder ist bereit.
Ihr habt mir gezeigt, dass Verzeihen keine Schwäche ist,
sondern stärker als Stolz, wenn das Herz noch nicht trist.
Ich trug euren Namen wie ein Mantel aus Stahl,
kein Etikett, sondern Erbe – meine erste Wahl.
Die Jahre sind Bilder, und jedes spricht klar:
Familie ist Arbeit – und heilig und wahr.

[Chorus]
Mutter, deine Hände – sie trugen mich durch die Nacht,
Vater, deine Augen – haben über uns gewacht.
Ihr habt mir gezeigt, wie man fällt und wieder steht,
seid der Anker, der mich hält, wenn der Sturm wieder weht.
Was ihr gegeben habt, hat aus Tränen Kraft gemacht,
ich trag euch in mir, jeden Schritt, jede Schlacht.

[Verse 4]
Heute halte ich zwei kleine Hände in meinen,
seh mich selbst in den Blicken der eigenen Kleinen.
Wenn ich streng bin, doch fair – so wie ihr’s wart,
Liebe mit Rückenwind, aber lernen ist hart.
Ich buchstabiere Geduld in den langen Tagen,
erzähle von euch, damit sie nie verzagen.
Ich koche Erinnerungen, schmecke Kindheit im Topf,
und weiß: Euer Erbe sitzt tief in meinem Kopf.
Ich lehre sie fallen und trotzdem zu stehen,
zu sagen, was wahr ist, zu wagen, zu gehen.
Alles, was ich bin, trage ich weiter hinaus,
Ihr habt das Fundament gelegt – ich bau das Haus.

[Chorus 2]
Mutter, deine Hände – sie trugen mich durch die Nacht,
Vater, deine Augen – haben über uns gewacht.
Ihr habt mir gezeigt, wie man fällt und wieder steht,
seid der Anker, der mich hält, wenn der Sturm wieder weht.
Was vergeht, wird Erinnerung – doch was bleibt, seid ihr,
denn in meinem Herzschlag klingt euer Leben in mir.

[Outro]
Ich schau nicht zurück mit Wehmut, mit Frust,
sondern mit Stolz im Herzen, mit Ruhm in der Brust.
Kein letzter Vorhang – nur ein nächstes Kapitel,
denn eure Stimme lebt weiter, meine Takte als Mittel.
Denn jedes Wort, das ich schreib, wurzelt tief in euch drin,
und jede Träne, die fällt, wäscht den Zweifel vom Sinn.
Was vergeht, wird Erinnerung – was bleibt, ist in mir,
kein Abschied, nur ein Weitergehen – auf demselben Weg wie ihr.

Copyright-Hinweis

© Stahlwort – Songtext und Inhalt urheberrechtlich geschützt.
Das Kopieren, Veröffentlichen oder Weiterverwenden des Textes ist ohne Zustimmung nicht erlaubt.